Über uns

Der Wein und wir

Dass vor geraumer Zeit Wasser in Wein verwandelt worden ist, hat uns zu denken gegeben. Irgendetwas muss da wohl dran sein.

Wein gilt als Synonym für Lebensfreude. Genau deswegen passt er ideal zu uns. Wir lieben es, ein offenes Haus zu haben und gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden und Freunden das gute Leben zu leben. Wenn Menschen bei uns ein- und ausgehen, sich bei uns wohl fühlen und nicht nur Wein, sondern die Erinnerung an einen besonders schönen Moment mit nach Hause nehmen, erfüllt uns das mit Freude.

Vor rund 400 Jahren hat die Reformation vieles in Bewegung gesetzt. Zur selben Zeit ist ein landwirtschaftlicher Betrieb in Männedorf am Zürichsee in den Besitz der Familie Wetli übergegangen. Für die Welt kaum eine Randnotiz, für unsere Vorfahren jedoch ein grosses Ereignis – und der Anfang dessen, was wir heute unser Zuhause nennen dürfen. Wer hätte gedacht, dass sich die Region Zürichsee derart entwickeln würde und sich Porsches so natürlich in das alltägliche Bild einfügen, als seien sie Teil der Nahrungskette.

1991 haben wir beschlossen, alles auf den Weinbau zu setzen. Ganz oder gar nicht, das ist unsere Devise. Und die brauchen wir auch, um 3,5 ha Reben nachhaltig bewirtschaften zu können. Pflege erhalten unsere Produkte von A bis Z direkt bei und von uns. Von der Arbeit draussen im Rebberg, bis hin zum Abfüllen in die Flaschen.

Unsere Familie

Säm W Säm

Samuel Wetli, alias Säm

Scheff


Einer ist immer der „Scheff“. Und ich bin es sehr gerne. Vor allem mit so guten Mitarbeitern, wie wir sie haben. Ich habe für jeden ein offenes Ohr und höre mir gerne andere Meinungen an. Oft sind gute Ideen dabei. Ich mag flache Hierarchien und selbständig denkende Mitarbeiter.

Selbstverständlich habe ich eine grosse Leidenschaft für den Wein, das Geniessen und das Machen desselben. Das ist schon immer so gewesen. Um guten Wein herzustellen, brauche ich Musse. Und die finde ich bei uns im Allenberg. So lange ich auf unserem Weingut bin, habe ich alles, was ich mir wünsche.

Als Winzerfamilie gibt uns die Natur unseren Arbeitsalltag vor. Das erdet im wahrsten Sinne des Wortes, macht demütig und zufrieden. Mit 50 habe ich damit begonnen, Kontrabass zu spielen. Hoffen wir, dass der Satz: „Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit reif ist“, auch hier zutrifft.

Gugg W Gugg

Anne Grethe Wetli-Schinzel, alias Gugg

Scheffin


Ja, ich bin dann also die „Scheffin“. Man kommt zu mir, wenn man essen will. Unabhängig davon, ob man Familienmitglied oder Mitarbeiter ist. Wenn man Wein will, funktioniert das auch am besten über mich, denn ich bin diejenige, die den Wein verkauft – und unserem Weinladen von Zeit zu Zeit ein Facelifting verpasst. Wenn ich ein altes Möbelstück sehe, geht mir das Herz auf. Eine meiner grossen Leidenschaften ist die Polsterei, in der ich alte Möbel neu polstere und beziehe. Überhaupt habe ich 1001 Ideen, wie sich aus alten Dingen wieder Neues herstellen lässt. Darum liebe ich Brockenhäuser. Zudem singe ich gerne, manchmal sogar gut. Und wenn unser Hof voll ist mit Gästen aus der Nähe und aus der Ferne, dann bin ich richtig happy. Trinkfest? Ja, klar. Ich bin zur Hälfte Norwegerin.

Josua W Josua

Josua Wetli

ältester Sohn


Leise Sachen sind sicher schön, aber nichts für mich. Ich mag es, wenns knallt. Von meinem Schlagzeug zum Beispiel. Unsere Reben scheint dies nicht zu stören. Vielleicht mögen die meine Beats sogar und wachsen deshalb so gut. Wenn es um Traktoren geht, bin ich der richtige Mann. Je grösser eine Maschine, desto heller meine Freude. Deswegen bin ich gerade dabei, meine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker zu machen. Dort kann ich nach Herzenslust chlüttern. Das mache ich Zuhause auf dem Hof auch. Man sagt mir nach, ich sei ordentlich, sowohl in der Werkstatt, als auch in meinem Zimmer. Das heisst so viel wie: Alle „Scheffs“ zufrieden.

Felix W Felix

Felix Wetli

jüngerer Sohn


Ich bin der gute Hirte. Das hoffe ich jedenfalls. Das Züchten unserer Kamerunschöfli macht mir wahnsinnig viel Spass. Die Schöfli haben absolut kein Interesse an Handys. Ich auch nicht. Generell beschäftige ich mich viel lieber mit Dingen, die Bestand haben. Ich liebe alles, was alt ist und eine Geschichte zu erzählen hat. Deswegen bin ich Museumskurator meines eigenen Heimatmuseums, vorzufinden in meinem Zimmer. In der Schule wird das Fach Berufswahl für mich dann in fünf Minuten erledigt sein, denn ich weiss bereits heute, dass ich Bauer werden will.

Salome W Salome

Salome Wetli

die Tochter


Man muss echt etwas leisten, damit ein Wein nach einem benannt wird. Die Welt retten zum Beispiel. Oder die Unendlichkeit erklären können. Oder die Tochter eines Winzers werden. Ich habe Dritteres gewählt. Unser Weisswein „Cuvée Salomée“ hat seinen Namen von mir. Es heisst, ich sei sehr kreativ beim Zeichnen und beim Basteln. Das könnte an meinen kreativen Eltern liegen. Oder an meiner Tante, denn die hat eine Flamenco-Schule, in der ich regelmässig Stunden nehme. Ich bin gerne auf der Bühne. Vielleicht machen wir bald mal als Familie gemeinsam Musik, denn Papa ist jetzt auch musikalisch. Fussball spiele ich ausserdem sehr gerne, am liebsten im Sturm. Da erreicht man nur als gutes Team etwas. Genauso, wie auf unserem Weingut.

Franco und Zilla Kamerunschöfli

Kamerunschöfli


Felix hat absolut Recht, wir mögen keine Handys. Wozu auch? Wir sind das, worauf die Entwickler vieler Maschinenhersteller seit Langem hoffen: Umweltfreundliche Wiesenmäher. Schon verrückt, wieviel Gras es hier zu fressen gibt. Säm und Felix sind unsere Aufpasser. Sie sagen uns immer, wo es lang geht und sammeln uns wieder ein, wenn wir uns mal verlaufen. Manchmal hören wir sie untereinander darüber sprechen, wie gut wir vom Grill schmecken. Keine Ahnung, was sie damit meinen.

Glück ist, mit den Menschen zusammen zu sein, die man liebt.

Hector

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Monika M Monika

Monika Müller

Rebfrau, Chef de Service, Wümmerin


Ich bin Lehrerin. Das alleine sollte meine Leidenschaft für Wein eigentlich erklären. Nein, im Ernst: Die Arbeit in den Reben ist ein wunderschöner Ausgleich zum Alltag. Es erdet einen und lenkt den Blick zurück auf das Wesentliche. Dieser Arbeitsort ist für mich zu einem zweiten Zuhause geworden und meine Arbeitgeber sind nicht bloss „Scheffs“, sondern Freunde. Mit ihnen kann ich das tun, was ich am liebsten tue: Lachen. So vergeht die Woche auch viel schneller, bis es am Freitag dann endlich wieder heisst: Mitarbeiter-Apéro, zum Wohl!

Claudia E Claudia

Claudia Egli

Rebfrau, Wümmerin


Als Familienmensch bin ich bei den Wetlis am goldrichtigen Ort gelandet. Hier passt alles. Ich helfe im Rebberg, beim Wümmen, beim Abfüllen (also des Weins in die Flaschen) und an Degustationen. Ich komme immer mit dem Velo zum Rebberg. So bin ich schneller zuhause für den Mittagstisch. Ausser zu Degustationen, da komme ich zu Fuss. Aus Sicherheitsgründen. Abseits des Weinbaus arbeite ich im Kino und im Brocki mit und bin im Frauenverein und im Turnverein aktiv. Einfach immer dort, wo ich gebraucht werde. Anscheinend ist das vielerorts der Fall. Und genau das macht mich glücklich.

Eva N Eva

Eva Narr

Grafikerin, Gläserwäscherin


Hätte man mir früher gesagt, dass man von der Tellerwäscherin und nicht von der Gläserwäscherin zur Millionärin wird – wäre ich trotzdem noch hier. Hier in Männedorf, inmitten der wunderbaren Natur und in direkter Nähe zum Zürichsee, gibt es keine offenen Wünsche. Darum ist es mir nicht allzu schwer gefallen, diesen schönen Flecken Erde nach dem Frankenland zu meiner zweiten Heimat zu erklären. Mein Job ist es, Weinbau Wetli auf Flyern und Karten immer im besten Licht zu präsentieren. Das macht Lust auf noch mehr Kreativität, auch in der Freizeit. So spiele ich Klavier und tanze für mein Leben gern Ballett.

Olivier H Olivier

Olivier Hirschi

Winzer


Gelernter Winzer EFZ. Wussten Sie nicht, dass es das gibt? Ich schon. Es ist der wunderbarste Beruf überhaupt. Darum habe ich bei verschiedenen Winzern Erfahrungen gesammelt und arbeite nun Teilzeit bei Weinbau Wetli. Wenn ich dabei auf den Zürichsee hinunterblicke und gleichzeitig Wind aufzieht, bekomme ich im Nullkommanichts das Reissen und muss schnellstmöglich wieder aufs Surfbrett. Pendant im Winter ist das Fahren eines Pistenbullys. Gross, laut. Gute Sache!

Shaun P Shaun

Shaun Powell

freier Mitarbeiter, Mann für alles


Die Wetlis sind zwar liebe Leute. Aber was haben die nur immer damit, dass ich endlich Deutsch lernen soll? Ist das wichtig in der Schweiz? Ist mein schwarzer, englischer Humor nicht viel besser in originalem Englisch? Ok, ich bin nun also dabei, Deutsch zu lernen. „Scheff“ sagt, Shaun macht. Ich habe bereits in verschiedenen Teilen der Welt gearbeitet. Sowohl in der Ferne wie auch in der Schweiz schätzt man meine Qualitäten als Chrampfer. Ich chrampfe gerne – auch auf dem Velo, mit dem ich schon fast die halbe Schweiz durchquert habe. Die Wetlis sagen immer, man könne mich für praktisch alles einsetzen. Schaufeln, pickeln, Wein trinken…

Güggel, der Scheff Güggel

Güggel


Ich höre hier immer nur „Scheff“ und „Scheffin“. Dabei weiss jeder, dass ich auf diesem Weingut das Sagen habe. Meine Hühner zumindest wissen das. Deswegen legen die auch SOLCHE Eier! Aus Respekt. Den hat der Fuchs aus der Nachbarschaft übrigens auch. Keine zehn Meter wagt er sich an diesen Hof heran. Und einfach zur Info: Sobald ich am Morgen aufmucke, stehen sogar die Wetlis stramm. Und zwar die ganze Sippe. Sonst noch Fragen? Meine grösste Stärke? Bescheidenheit.

Team Degu

Degu Team


Unsere Vorfahren haben sicherlich viele gute Ideen gehabt, aber die Idee des gemeinsamen Weinprobierens ist sensationell gut. Wem muss man dafür danke sagen? Natürlich führen wir als Weinbaubetrieb diese Tradition weiter. Damit eine Degustation reibungslos funktioniert, braucht es jeweils 12 bis 16 Personen, bestehend aus Familie und Freunden. Der Wein will schliesslich ausgeschenkt, serviert und nach dem Verkauf eingepackt werden, damit die guten Tropfen sicher zuhause ankommen. Für den „Boden“ sorgen die Kuchen, die wir am Vortag backen. Und sobald das letzte Glas wieder abgewaschen im Schrank steht, fällt der Startschuss für das gemeinsame Spaghettiessen und vor allem das Weinresteaustrinken. Immer wieder lustig.

Team Wümmet

Team Wümmerinnen und Wümmer


Wir haben die Trauben nie gezählt, die es jedes Jahr zu ernten gilt. Es sind auf jeden Fall viele. Da braucht es zahlreiche helfende Hände. Da sich Trauben nicht an menschliche Zeitpläne halten, haben wir das grosse Glück, auf Erntehelfer aus der Umgebung zurückgreifen zu können, die kurzfristig verfügbar und flexibel sind. Rund 20 Personen helfen mit. Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, gemeinsam Rebe für Rebe zu bearbeiten, bis das Werk vollbracht ist und die Körbe bis obenhin mit Trauben gefüllt sind. Natürlich gilt auch für den erfolgreichen Wümmet: Der Abschluss muss gefeiert werden! Dieses Fest heisst „Chrähahn.“ Warum? Weil wir feiern, bis der Hahn kräht!

Glück ist, wenn man eine Beschäftigung hat, die man liebt.

Hector